❌ Wenn „Stadtbild" zum Kampfbegriff wird: Über die schleichende Normalisierung rechter Sprache ❌
Mir wird immer wieder gesagt: Katja, du würdest mehr Geld verdienen, wenn du dich auf Mobilität beschränkst. Mag sein. Aber wenn Medienversagen unkommentiert bleibt, bleibe ich lieber „arm". Was zur Hölle ist mit unseren Medien los, dass ich folgendes im Video nicht lese, sondern per Zufall bei Phoenix sehe? Markus Söder forderte vor ein paar Tagen, dass sich „das Stadtbild wieder verändern" müsse. Gestern dann Friedrich Merz in Brandenburg: „Wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem" – und meint damit explizit Migration, für die es „Rückführungen in sehr großem Umfang" brauche. „Stadtbild" – ein Begriff, den wir seit Jahren von der AfD kennen. Jetzt übernehmen ihn Ministerpräsidenten und der Bundeskanzler. Nicht aus Versehen. Sondern strategisch. Warum ist das gefährlich? Weil Sprache Wirklichkeit schafft. Wer von „Stadtbild" spricht, definiert Menschen als Störfaktor im öffentlichen Raum. Als optisches Problem. Als etwas, das „wieder verschwinden" muss. Es geht n
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