1. Mai 2023 in München: Schluss mit der Bescheidenheit!
»Arbeiten und die Klappe halten. Das hätten Chefs gern«. Diese beiden Forderungen der Bosse wurden am diesjährigen 1. Mai nicht eingehalten. Zur Kundgebung am Rotkreuzplatz, die vom Allgemeinen Syndikat München der FAU, dem (Queer)Feministischen Streik München, dem Solidarity Network Dachau sowie vom Infoladen A-Tram organisiert wurde, kamen mit über 80 Menschen deutlich mehr als in den Jahren zuvor. Es ist längst überfällig sich selbst zu organisieren. Betriebliche Berichte gab es aus den Bereichen Kindergarten und Krankenhaus, sowie aus dem MAN Werk München und zu Care-Arbeit. Das unentgeltliches Erledigen von Sorge- und Pflegearbeit, immer noch überwiegend von Frauen getätigt, ist unerlässlich für die Reproduktion der Arbeitskraft und somit für den Fortbestand des Kapitalismus. Die oft beschworene Notwendigkeit, die Menschen in ihrer konkreten sozialen Situation abzuholen, wird nur dann möglich sein, wenn sich Leute in den geschilderten Berichten aus Arbeit und Alltag selbst wied
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