Wohnungs-Neubau und der Mietenspiegel – Hermes Abriss Folge 2
Der Begriff "Mietenspiegel" ist eigentlich irreführend; denn es werden NUR die Mieten in die Berechnung einbezogen, die sich verändert haben. Das sind in der Regel Mietpreiserhöhungen oder hohe Erstmieten von Neubauwohnungen! Die ortsübliche Vergleichsmiete wird also durch regelmäßige Neufestsetzung festgeschrieben und bedeutet damit oft auch die Mietpreiserhöhungen für Bestandswohnungen. Wenn der politische Wille zu moderaten Mieten vorhanden wäre, könnte die Erhebungsmethode so geändert werden, dass auch die unveränderten Bestandsmieten mit einbezogen würden. Warum dies, trotz explodierender Mietpreise nicht geschieht, fragen Sie am besten Ihre politische Vertretung. Noch ein Hinweis: Zwischen 2010 und 2018 sind in Hamburg 34.400 Sozialwohnungen aus der 'Bindung' gefallen, bis zum Jahr 2020 sind noch einmal ca. 12.000 dazugekommen. Dem gegenüber stehen beispielsweise für das Jahr 2020 knapp 3.500 neu fertiggestellte Sozialwohnungen mit Bindungsfristen von 15 bis 20 Jahren.
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