Die Dimension des nächsten Waffengangs | Von Willy Wimmer
Ein Kommentar von Willy Wimmer. Der 22. Juni 2021 bot noch einmal die Gelegenheit, geradezu "in-sich-zu gehen". Die Welt erinnerte sich an diesem Tag an den Angriff des Deutschen Reiches auf die damalige Sowjetunion vor achtzig Jahren. Es war eine Erinnerung an unsagbares Grauen, dessen Zündschnur von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges gewußt und gewollt in "Versailles 1919" gelegt worden war, um sich der beiden möglichen Rivalen - Deutschland und das bolschewistische Russland, die Sowjetunion - zu entledigen. Die Bestimmungen von "Versailles 1919", die Deutschland ohne Not knebelten, wirkten wie eine Tagesordnung, die ein bewusst geförderter Adolf Hitler nur abarbeiten musste, um den nächsten Krieg, der gewollt angesteuert worden war, entfachen zu können. Die Perfidie wird in vielen Umständen der damaligen Zeit deutlich. Aber in wenigen Umständen so offenbar, wie in den zeitgleich zu den Verhandlungen in Moskau durch den damaligen deutschen Aussenminister von Ribbentrop geführt
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