Im Gespräch: Burkhard Voß (“Albtraum Grenzenlosigkeit: Vom Urknall bis zur Flüchtlingskrise”)
Ist der Mensch das einzige Wesen, das Grenzen kennt? Falls ja, stellen sich gleich noch mehr Fragen: Kennen wir unsere Grenzen? Brauchen wir sie überhaupt? Der Begriff „Grenzenlosigkeit“ ist grundsätzlich eher negativ belegt. Verbindet man damit aber Begriffe wie Freiheit, soziales Miteinander oder Wörter wie Menschheitsfamilie, so möchte man kaum noch etwas von Grenzen hören. Wo fangen natürliche Grenzen im sozialen Miteinander eigentlich an und wo hören menschengemachte Grenzen auf? Was bedeutet es eigentlich in einer „No Border - No Nation Gesellschaft“ zu leben? Degenerieren wir zum geistigen Einheitsbrei oder entwickeln wir uns doch noch zu Kants aufgeklärten Menschheitsideal und überwinden die eigene Unmündigkeit? Betrachtet man allein endlose und vor allem kostenintensive Debatten rund um das Thema „Gendern“, könnte man meinen, die Menschheit hätte kein anderes Problem, als sich um die korrekte Definition des Geschlechts zu kümmern. Die Entwicklung des Menschheitsgeschlecht an
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