Im Gespräch: Manfred Bissinger (“Der Meinungsmacher: Eine biographische Spurensuche”)
Die freie Presse leidet. Zu Recht? Nicht nur Klickzahlen, Abonnements und die klassischen Kioskverkäufe gehen zurück – auch Anzeigenkunden zahlen nur nach Reichweite und suchen sich lukrativere, aufmerksamkeitsstärkere Werbeflächen. Viele Zeitungen, vor allem aber Zeitschriften und Magazine, sind längst schon nichts anderes mehr als prall gefüllte Werbeflächen und damit vollkommen abhängig. Inhaltlich ohne Ziel, ohne Kernidee, „ohne etwas, wofür sie kämpfen“, so das Urgestein des klassischen Journalimus: Manfred Bissinger. Wenn Bissinger so etwas sagt, dann hat das Gewicht. Auf seinem Lebenslauf finden sich neben großen deutschen Pressehäusern, wie der DPA, Konkret, NDR Panorama, und der Stern. Er war der Kontakt zu den Entscheidern, zu politischen Persönlichkeiten und hat heute noch einen direkten Draht zu Gerhard Schröder. Er weiß, wie der Hase läuft und dass ohne Anzeigenkunden ganz schnell mal Feierabend ist – aber ohne Festtagsbraten. Mit dem Blatt „Die Woche“ hat er dies selbst
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