M-PATHIE – Zu Gast heute: Michael Hüter – Die empathielose Gesellschaft
Wir glauben, dass wir die Gesellschaft gemacht haben. Gleichzeitig aber kommt uns nicht in den Sinn, dass die Gesellschaft auch uns macht. Vor allem macht sie unsere Kinder. Michael Hüter ist Historiker, Kindheitsforscher, Pianist und Aktivist. Mit seinem Buch „Kindheit 6.7“ ist ihm ein Manifest gelungen, das eine Lücke in den Regalen der Kindheitsforschung schließt. „Es ist höchste Zeit, mit unseren Kindern neue Wege zu gehen!“, so der Untertitel des Buches. Liest man sein Buch, so wird man förmlich erschlagen von seiner akribischen Arbeit, denn es ist vollgestopft mit wissenschaftlichen Untersuchungen, die aufzeigen, dass es Kindern und Jugendlichen noch nie so schlecht ging, außerhalb von Kriegssituationen, wie heute. Sein Buch wird nicht nur in Fachkreisen hochgelobt. Auch im Mainstream, wo es hingehört, bekommt es Aufmerksamkeit. Fast alle Menschen, die nicht fachlich im Thema sind, und das sind die meisten, dürften erstaunt sein, dass Hüters Hauptargument ein Plädoyer für eine
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