KenFM im Gespräch mit: Domenico Losurdo ("Wenn die Linke fehlt...")
Die Begriffe „Links“ und „Rechts“ sind in der politischen Diskussion eher neu. Griechen und Rom kannten sie nicht und brauchten sie auch nicht. Wer etwas zu sagen hatte, wer die Befehle gab, war in der Regel vermögend. Gehorchen mussten all jene, die ohne Reichtum, Land oder Beziehungen waren. Geld regierte auch damals im Wesentlichen die Welt. Die sogenannten politisch linken Bewegungen kreisen im Kern vor allem um eben diese Kombination "Einfluss durch Einkommen", die sie für sozial nicht gerecht halten, was zutrifft. Kein Mensch kann etwas dafür, wenn er in armen Verhältnissen aufwächst und daher schon den Zugang zur einer wesentlichen Ressource – Bildung – kaum oder nur schwer ermöglicht bekommt. Ungebildete Menschen bekommen schlechter bezahlte Jobs, haben kaum eine Perspektive und wenden sich aus lauter Frust eher Alkohol und Privatfernsehen zu. Hier wächst dann die nächste Generation Benachteiligter heran. Warum wählen ausgerechnet diese Menschen, wenn ihnen das Wasser bis zu
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