KenFM im Gespräch mit: Lothar Höfler (Keine Waffen vom Bodensee e.V.)
Krieg ist ein Bombengeschäft. Die einen zahlen mit harter Währung, die anderen mit ihrem Leben. Skrupel zu haben, ist auf der Seite der Kriegsgeräte-Hersteller alles andere als umsatzfördernd. Zudem ist das Bewerben der „Produkte“ ein täglicher Kampf. Während auf klassischen Messen, z. B. für Haushaltsgeräte, die Anwendung des Produktes Teil einer aufwendigen Verkaufsshow ist, haben Waffenmessen das Problem, dass das effiziente Töten von Menschen - und nur dazu werden Waffen produziert - live nicht gezeigt werden kann. Ähnlich wie beim Bewerben von Hygieneartikeln, muss der Verkäufer um den heißen Brei reden. Menschen heißen "Weichziele", "Schlachtfelder", "Wirkräume". Angriffskriege nennt man "Vorwärtspräsenz". Die sogenannten "Präsentationsfenster" für das neuste Tötungsgerät gibt es zwar reichlich, der Volksmund nennt sie Krieg, nur kann man Krieg schwer in eine klassische Waffenverkaufsmesse integrieren. Schon wegen der Öffnungszeiten, an die sich speziell Flüchtlinge oder mode
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