KenFM am Set: Willy Wimmer zur Ausstellung "Ab morgen Kameraden" im Haus der Geschichte in Bonn
Als 1989 die Berliner Mauer fiel, standen sich plötzlich zwei Armeen gegenüber, die zwar Deutsch sprachen, aber über Jahrzehnte unterschiedlichen Systemen gedient hatten, der NATO und dem Warschauer Pakt. Jetzt, wo in Moskau und Washington abgesegnet worden war, dass die DDR in der neuen BRD aufgehen würde, stand die Frage im Raum, wohin mit der Nationalen Volksarmee (NVA) und all ihrem militärischen Gerät? Eine solche Situation hatte es weltweit noch nie geben. War es überhaupt möglich, zwei sich bis dato als Klassenfeinde betrachtende Kampfverbände zu einer Armee der Einheit zusammenzufassen? Wer das herausfinden wollte, musste vor allem eine Vision teilen, nämlich, dass aus Feinden Kameraden werden können. Willy Wimmer war seinerzeit als Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium von Bundeskanzler Helmut Kohl mit eben dieser Aufgabe betraut worden. Statt die Soldaten der NVA zu entlassen, ihr Gerät zu verschrotten und die Liegenschaften zu schließen, sollte er daf
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