Macht Putzen glücklich? - Über Cleanfluencer und das Image der Reinigungsbranche
Putzvideos mit Tipps und Tricks für ein makelloses Heim fluten die sozialen Medien. Wenn sogenannte Cleanfluencer*innen zum Schwamm oder Schrubber greifen, schauen ihnen Millionen zu. Nie schien lästige Hausarbeit so einfach und so viel Spaß zu machen. Die Realität in der professionellen Reinigungsbranche ist jedoch weniger fröhlich. Die Arbeit ist hart und das Image schlecht. Bruno Ginesty aus Paris produziert hauptberuflich Putzvideos für Instagram und TikTok. Das Einschäumen einer verkrusteten Herdplatte wird bei ihm zum sinnlichen Erlebnis. Der 38-Jährige hat rund eine Million Follower und schon als Kind gern geputzt: »Bei der Hausarbeit hatte ich das Gefühl, nützlich zu sein.« Bruno schwört in seinen rund 900 Videos auf natürliche Produkte wie Kernseife ohne Zusatzstoffe. »Damit kann man sicher 30 verschiedene Dinge im Haushalt erledigen: vom Fensterputzen über die Dunstabzugshaube bis zum Entfetten des Spülbeckens.« Bio und vegan: Das hat sich für Claudia Tafferner nicht bewährt.
↗https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/putzen-ueber-cleanfluencer-die-ein-vermeintliches-gluecksgefuehl-verkaufen-spiegel-tv-fuer-arte-re-a-10b10d50-caae-4a31-9098-57719500819b