Das Kriegsende in Farbe (4): Bedingungslose Kapitulation
Als US-Truppen im März 1945 von Westen her Nazideutschland eroberten, folgten ihnen Kamerateams, die das besiegte und besetzte Land dokumentierten. Das Besondere: sie drehen in 16 mm Farbe. Es entstehen einzigartige Filmaufnahmen der zerstörten Städte und ihrer Bewohner, aber auch bedrückende Bilder der Opfer des Terrors und der Vernichtungspolitik. Am 6. Mai 1945 erhielt Major Kirke B. Lawton eine Sondergenehmigung für eine besondere Zeremonie: Im alliierten Hauptquartier in Reims unterzeichnet die Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation an allen Fronten. Der Zweite Weltkrieg in Europa endet damit zwei Tage später. In London und in der Tschechoslowakei feiern die Menschen auf den Straßen. In Augsburg filmte ein Team des »Special Film Project 186« die Besiegten, unter ihnen Hitlers zweiten Mann, Hermann Göring. Regisseur George Stevens reist Mitte Juni 1945 mit seinem Team nach Hamburg. (08.05.2020)
↗https://www.spiegel.de/geschichte/das-kriegsende-in-farbe-4-bedingungslose-kapitulation-spiegel-tv-a-e23e0c7d-d3e8-4752-a145-12a1e03a9cac