Die Davidwache - Blaulichtalarm im Rotlichtviertel (Teil1)
Berühmter Rotlichtbezirk, schrille Partyzone, Amüsiermeile für Millionen: auf St. Pauli ist der Ausnahmezustand normal. Dies bekommen auch die Polizistinnen und Polizisten der Hamburger Davidwache in jeder Schicht zu spüren. Sie greifen ein bei Messerstechereien und Randale, kümmern sich um betrogene Betrunkene und schlichten, wenn es Streit gibt zwischen Prostituierten und Freiern. Wie unter einem Brennglas werden die Probleme unserer Zeit sichtbar. Aktuell hat das Corona-Virus das Viertel voll erwischt. Existenzsorgen, Zukunftsängste, Kampfgeist oder Ignoranz – jeder reagiert hier auf seine Art und Weise. „Entweder man liebt es oder man hasst es“, sagt Udo Lütje (60), seit 30 Jahren an der Wache. Der Stadtteilpolizist kennt hier jede Kneipe, jeden Zuhälter und jeden Obdachlosen. „Es ist ein Mikrokosmos, der wie ein Dorf funktioniert“, beschreibt Andreas Prüß sein neues Arbeitsumfeld. Mit 55 Jahren gehört er zu den Neulingen auf der Wache am Spielbudenplatz, er hat sich extra dorthin
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