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Pelleas und Melisande
Ein biederer, leicht angegrauter Ehemann, eine blutjunge, betörende Frau, ein jünglingshaft romantischer Schwager – aus der uralten Verkettung dieser Menschen hat Claude Debussy ein musikalisches Gemälde geschaffen, das mit seiner orchideenhaften Schönheit und mit der Neuartigkeit seiner Tonsprache aller Gefahren spottet, an denen ein Gestalter von weniger sicherem Geschmack unerbittlich gescheitert wäre.
↗ https://www.zeit.de/1955/06/pelleas-und-melisande