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Für den Frieden
Wer heute das geistige Ohr an den politischen Boden legt, der vermeint ein fernes Geräusch zu vernehmen. Die überhitzte Einbildungskraft einer namenlos gepeinigten Menschheit glaubt Pferdegetrappel und Rossegestampf unterscheiden zu können, das Rollen der schweren Geschütze und das Dröhnen und Brummen der Motoren, und das Herz krampft sich uns in entsetzensstarrem Grauen zusammen wie früher, wenn der Engel der Vernichtung über einer Stadt schwebte.
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